Montag, 20. März 2017

[Rezension] Eric Berg – Das Küstengrab



Eric Berg - Das Küstengrab

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.

Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …



Eigentlich bin ich ein großer Fan von Eric Bergs Bücher, aber dieses Mal fand ich das Buch „Das Küstengrab“ nicht ganz so spannend. Da das Buch auf der Insel Poel spielt, in der Nähe von Wismar, hat es mich schon sehr in den Bann gezogen. Herr Berg hat die Landschaft um und auf Poel sehr gut eingefangen. Weniger gut war die Geschichte an sich: Ich war sehr oft verwirrt von den Jugendfreunden Leas. Auch die Rückblende, die es zwischenzeitlich gab, verwirrte mich manchmal, denn ich verstand zunächst viele Zusammenhänge nicht, die mir erst später klar wurden.

Die Amnesie, von der Lea betroffen ist, war klasse geschrieben. Ich konnte mir ihre Verzweiflung und ihren Mut, die Dinge zu erfahren, um Klarheit in ihren Gedanken zu bekommen, sehr gut vorstellen. Was aus Leas Jugendfreunden geworden ist, fand ich seltsam: Ein Landarzt, ein Selfmade-Milionär, eine drogensüchtige Schauspielerin, die in die Heimat zurück flüchtete, ein depressiver Psychopath und eine bösartige Putzfrau. Das ist aber nicht alles: Lea will wissen, was mit ihrem Jugendfreund, der ganz am Anfang der Geschichte vorkommt, passiert. Dass sie dabei auf Geheimnisse stößt, die lieber vergessen geblieben wären, ahnt sie nicht.

Es gab Stellen im Buch, die fand ich unglaublich spannend. Wie das Leben von Lea vor ihrem Unfall. Andere Szenen im Buch waren weniger spannend, aber notwendig: Zum Beispiel das Zusammentreffen der beiden Schwestern.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

Liebe Grüße
Lea

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