Montag, 20. März 2017

[Rezension] Hendrik Berg - Deichmörder


Hendrik Berg - Deichmörder

>>Ein nordfriesischer Krimi voller Atmosphäre und Legenden – und atemberaubender Spannung.<<


Vor den Nachstellungen eines gewissenlosen Triebtäters flüchtet die junge Eva mit ihrem Mann in aller Heimlichkeit aus Berlin nach Nordfriesland.Hier, in einem kleinen, aber wunderschönen Haus direkt am Rand der nordfriesischen Marsch will sie den Erinnerungen an die Bedrohung durch den skrupellosen Mario Stein entkommen, der geradezu besessen war von ihr – dem die Polizei jedoch nie etwas nachweisen konnte. Anfangs scheint das junge Paar in der Idylle Nordfrieslands seinen Frieden gefunden zu haben. Doch bald fühlt sich Eva erneut verfolgt und bedroht – und diesmal von weit mehr als nur von der eigenen Vergangenheit...



Eva und Till Becker freuen sich auf ihr neues Heim im schönen Nordfriesland, wo die beiden sich ein 150 Jahre altes Haus gekauft haben - direkt hinter dem Deich. Für Eva das perfekte Traumhaus. Auch wenn die beiden sich auf das neue Leben im Norden freuten, ließen die Alpträume nicht lange auf sich warten. Obwohl Eva sofort einen Job in einem Kindergarten fand und die neue Kollegin Wiebke ihre beste Freundin wurde, suchten sie dennoch jede Nacht die Träume heim. Doch nicht nur das: Eva fing an, Dinge zu sehen, die Till sorgen bereiteten. Aber nicht nur Eva fand Freunde in der neuen Gemeinde: Till konnte auch hier Fußball spielen und er fand sogar neue Freunde, die Fans des Hamburger SV waren – wie er selbst. Alles war so schön im neuen Idyll - wären da nur nicht die Ängste, die Eva jeden Tag heimsuchten.

Deichmörder war das erste Buch, das ich von Hendrik Berg gelesen habe und so viel sei gesagt: Dabei wird es nicht bleiben. Herr Berg hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, von dem ich sehr fasziniert bin. Das erste, was mir aufgefallen war, ist die gute Recherche im Buch. Die Orte und die Berufe, an denen das Geschehen stattfand, wurden sehr genau unter die Lupe genommen. Das Buch ist in verschiedenen Perspektiven geschrieben und dieses Mal hat es mich nicht gestört, dass nicht darüber stand, wer denn nun seine Gedanken gerade Preis gab, denn das konnte man schon an den ersten zwei Sätzen erkennen.

Auch der Spannungsaufbau war sehr gut: Keine Stelle im Buch war langweilig oder öde geschrieben und ich war sehr neugierig, was denn mit Eva passiert, wie es ihr geht und wie sie mit allem zurechtkommt. Till hat mir auch sehr gut gefallen: Seine Gedanken waren sehr genau beschrieben, wie auch bei allen anderen Charakteren. Die Sorge um seine Frau konnte ich spüren und auch die Angst, die Eva sehr oft lähmte, war greifbar nah.

Nicht nur die Spannung im Buch war hervorragend, sondern auch das Mystische. Ich finde, dass die Mischung gut dosiert war. Faszinierend war nicht nur das Geschehen von Eva und Till Becker, sondern auch um den schwarzen Mann und die geisterhafte Frau, die Eva sah. Natürlich war das am Anfang nicht gerade leicht. Immerhin entkommt sie einem Irren, zieht in ein Dorf an die Nordküste, wo sie denkt, da sei sie sicher und sah dann plötzlich Menschen, die es nicht gab. Aber nicht nur das: Mario Stein ist immer noch hinter Eva her und versucht alles, um sie wieder zu bekommen. Obwohl Kommissar Krumme ihn nicht aus den Augen lässt, schafft es Mario Stein, der Stalker, Eva zu finden.

Es hat mich so sehr gefesselt, dass ich es bis morgens um halb zwei gelesen habe, da ich es nicht weglegen konnte. Ich freue mich auf den nächsten Roman, den ich von Herrn Berg lesen werde…

Liebe Grüße
Lea

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