Montag, 20. März 2017

[Rezension] Linus Geschke – Die Akte Zodiac Teil 1

Der Anfang einer Story ist von Autor zu Autor anders. Auch der Verlauf ist nicht immer der gleiche. Aber wenn man den ersten Satz liest und feststellt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und will, dann habe ich genau das Richtige für mich gefunden.
Es fing alles ganz harmlos an. Ich saß in der Schule und schaute nach meinem Mails. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Werbung ich am Tag bekomme. XYZ will mir dieses Produkt empfehlen, ABC schwärmt von jenem Produkt. Und ich schwärme davon, dass sie alle in den Mülleimer zu schieben.

Ich schaue nie in die Mails, denn Werbung interessiert mich nicht und meine E-Mail-Adresse ist in so vielen Verteilern, dass ich da sowieso keinen Überblick mehr habe. Ich lösche also gerade die Mails, wenn mir eine Überschrift vage bekannt vorkommt. Ich weiß nicht genau, wo ich das schon mal gelesen oder gesehen habe, aber neugierig wie ich nun mal bin, öffnete ich sie. Und was sehe ich da? Eine Anfrage zu einem vierteiligen Thriller.
Der Verlag „Edel Elements“ schrieb mich an und stellte mir die Reihe von Linus Geschke vor: „Die Akte Zodiac“.

Die Akte Zodiac ist keine erfundene Geschichte, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit.
In den 60er Jahren ermordete der Zodiac im Raum San Francisco mehrere Menschen. Nur zwei der fünf Opfer überlebten den Anschlag.
Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich mir sicher, dass ich über dem Film des Zodiac Killers etwas gehört habe, weshalb er mir auch so bekannt vorkommt. Vielleicht habe ich aber auch schon etwas darüber gelesen. Ich kann es also nicht zu hundertprozentig sagen.
Da mich die ganze Story interessiert, denn sie beruht ja auf einer wahren Begebenheit, rief ich in meiner Pause, denn ich war gerade in der Schule, beim Verlag an. Ich sprach kurz mit einer sehr netten Dame vom Verlag und gab mein „Okay“ für die Rezensionen. Sie war erfreut und bot mir ein Interview mit Herrn Geschke an. Ich war sofort einverstanden. Ich bin neugierig darauf, wie er das ganze recherchiert hat, von wo er seine Informationen erhielt, welche Medien er dafür nutze und warum er sich dafür entschieden hat, über den Zodiac Killer zu schreiben.

Im Laufe des Tages bekam ich also die Mail mit allen vier Folgen. Ich habe mir die eBooks auf meinen PC heruntergeladen und speicherte sie danach auf meinem Kindle. Ich wollte bis zum nächsten Tag warten, da es noch einige Hausaufgaben zu erledigen gab und ich mir Zeit für das Buch nehmen wollte.
Zeit brauchte ich nicht viel, denn ich habe das Buch am nächsten Tag regelrecht verschlungen.
Ich wollte und konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Jedes Mal, wenn ich meinen Kindle weg legte, hatte ich das Gefühl, dass ich etwas verpassen würde – als wenn die Geschichte ohne mich weiter gehen würde. Es war zum Verzweifeln. Also nahm ich mir meinen Kindle wieder zur Hand und las den Rest von der ersten Folge.
Bevor ich euch aber meine Meinung zum Buch gebe, hier erst mal ein kleiner Ausschnitt.

Wenn der Maskenmann kommt, sterben Liebespaare. Meist nachts, meist auf abgelegenen Parkplätzen. Das Ermittlerteam um Kommissarin Eva Lendt und den Fallanalytiker Marco Brock steht vor einem Rätsel, bis es merkt, dass die Morde den Taten eines berüchtigten Killers gleichen, der Ende der sechziger Jahre in der San Francisco Bay Area gewütet hat. Der ZODIAC gehört zu Amerikas berühmtesten Serienkillern. Hollywoodfilme wurden über ihn gedreht, unzählige Bücher geschrieben, und dennoch liegt seine Identität bis heute im Dunklen verborgen. Eva Lendt und Marco Brock ahnen, dass sie den jetzigen Killer nur fassen können, wenn sie die Taten des damaligen verstehen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … Teil 1. (https://www.lovelybooks.de/autor/Linus-Geschke/Die-Akte-Zodiac-1-1325380839-w/)

Ich mag keine dunklen Ecken und erst recht keine verlassenen Parkplätze.
Dem Liebespaar war dies aber egal, denn sie trafen sich dort zu einem Schäferstündchen. Was keiner von den Beiden wusste – es war ihr letztes Treffen. So begann also die Geschichte.
Die Kommissare Eva Lendt und Oliver Lamprecht sowie der Fallanalytiker Marco Brock arbeiten als Team zusammen und versuchen den Täter zu finden. Es braucht lange, bis sie verstehen, dass sie es mit einem Nachahmungstäters des berühmten Zodiac Killers zu tun haben.

In Folge 1 geht es darum, alle wichtigen Verdächtigen zu befragen und den Grund für die Morde zu erfahren.
Eva, eine starke und selbstbewusste Frau, der ruhige Oliver, auf den sich Eva immer verlassen kann, bekommen Hilfe vom Fallanalytiker Marco. Eva ist damit gar nicht zufrieden, denn sie ist der Meinung, es auch alleine zu schaffen. Dabei merkt sie erst, welche Charaktereigenschaften Marco hat, nämlich keine guten in ihren Augen. Doch Marco ist sich seiner Sache sehr sicher und will das Team unterstützen.
Linus Geschke schreibt sehr lebhaft. Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, hinter den Beamten zu stehen. Ich konnte ihnen praktisch über die Schulter schauen. Nicht viele Autoren können so lebhaft schreiben wie er.
Daher kann ich die Akte Zodiac nur empfehlen.

Habt ihr schon Bücher von Linus Geschke gelesen? Kennt ihr „Die Akte Zodiac“? Was hat euch an der ersten Folge gefallen? Würdet ihr das Buch empfehlen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum?

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