Dienstag, 18. April 2017

[Rezension] Marie Weißdorn – Tochter der Träume (Land im Schatten)

Marie Weißdorn
Marie Weißdorn – Tochter der Träume (Land im Schatten)

„Nach einhundert Jahr’n sich die Möglichkeit zeigt, Auf ein baldiges Ende des Volkes‘ Leid. Denn der, der entkommt seiner dunklen Hand Trägt in sich die Macht, zu beherrschen dies‘ Land.“

Seitdem sich die Götter vor langer Zeit von Mirandor abgewandt haben, wird das Land von einem grausamen König unterdrückt. Um seine Herrschaft zu sichern, nimmt er in jedem Jahr vier erwählte Kinder gefangen, die den Menschen anstelle der Götter beistehen sollen. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie die Kraft der Herbstgöttin in sich trägt. Doch ihr Mal bleibt verborgen.

Leyna gelingt die Flucht und gerät in große Gefahr. Schon bald nimmt sie die Magie der Welt um sich herum wahr und spürt die Macht, die in ihr liegt. Doch sie weiß nicht, wem sie ihren Glauben schenken soll; der uralten Prophezeiung und dem geheimnisvollen Fremden, der ihr Leben rettet – oder dem, was sie seit ihrer Kindheit zu glauben gelernt hat.
Nur eines ist sicher: In der Welt der Illusionen ist nichts, wie es scheint.



Hallo meine Lieben,

ich habe mein erstes eBook aus dem Eisermann Verlag gelesen – passend zur Challenge.
Das Buch „Tochter der Träume“ habe ich im Urlaub gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Leyna sehr und ich bewundere ihren Mut: Sie ist das auserwählte Kind der Herbstgöttin und obwohl sie den Soldaten sagt, sie sei die Auserwählte, glaubte es ihr niemand. Aus Wut und um Druck auf das Dorf auszuüben, nehmen sie ein anderes Kind als Geisel. Leyna ist am Boden zerstört und verlässt das Dorf. Tagelang wandert sie durch den Wald und stößt dabei auf eine unbekannte Person, der ihr das Leben rettet.

Das Buch ist spannend, humorvoll und sehr unterhaltsam.
Die Autorin beschreibt eine Welt mit vielen neuen Völkern und Wesen, die früher im Einklang lebten, aber heutzutage nur noch Mythen sind. Besonders haben mir die Gestaltwandler gefallen. Seit Jahrzehnten wurden sie nicht mehr gesehen, doch Leynas zweiter Begleiter, der im späteren Verlauf der Geschichte auftaucht, glaubt an sie, nicht aber daran, dass sie noch leben. Er weiß alles über die verschiedensten Völker und ist sehr belesen. Etwas, das Leyna hilft.

Die Welt Mirandor erinnerte mich etwas an das Mittelalter, wie wir es aus Büchern kennen. Immer wieder habe ich Bilder vor meinen Augen gehabt. Ganz besonders hat mir geholfen, dass ich zu dem Zeitpunkt, wo ich es gelesen habe, auf den Weg nach Edinburgh war und wir durch viele Ortschaften und die Hügellandschaften Englands und Schottlands fuhren. Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie es wäre, selbst in dieser Welt zu leben. Ob es mich beeinflusst hat, das Buch zu lesen, weiß ich nicht genau, aber möglich wäre es.

Das Cover des Buches ist unglaublich schön. Ich finde die Idee mit den vier Jahreszeiten in einer runden Form gut getroffen. Das Mädchen auf dem Cover hat mir geholfen, mir Leyna besser vorstellen zu können.

Wem das Cover und der Klappentext zusagen, dem kann ich es nur empfehlen.
Es ist ein unglaublich schöner Fantasy-Thriller mit einem gewissen Hauch an Märchen.


Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Eulchen.

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