Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Manuela Obermeier - Tiefe Schuld


Manuela Obermeier - Tiefe Schuld

Im Wald wird eine halb entkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Toni Stieglitz nimmt sich des Falles an – mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewalttätig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni den Partner des Opfers bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen, sowohl beruflich als auch privat ...






In diesem Buch gab es einen sehr vielversprechenden Anfang und ich war richtig erfreut darüber, dass ich das Buch gewonnen hatte.
Vorablesen.de hat mir das Buch zugeschickt und ich habe zügig damit zu lesen angefangen, denn es hatte eine Rezensionsfrist von 3 Wochen.
Die ersten 100 Seiten waren noch interessant und fesselten mich, aber danach wurde es immer eintöniger und vor allem ging mir die Hauptprotagonistin so sehr auf den Wecker, dass ich dauernd von ihrem Verhalten und ihrer Einstellung genervt war.


Toni Stieglitz ist eine taffe Frau, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das ist der erste Eindruck, den ich beim Lesen bekommen habe. Der zweite Eindruck: Sie ist unsicher, wie sie mit sich selbst und gewissen Situationen umgehen soll.
Toni hat eine sehr schreckliche Erfahrung von häuslicher Gewalt erfahren und in ihrem neuen Fall, in dem eine tote Frau in einem Wald gefunden wird, deutet alles darauf hin.
Natürlich verdächtigt sie den Ehemann der Frau, aber war er es wirklich?


Ich weiß nicht, ob der Ehemann der Mörder ist, denn bei ¾ des Buches habe ich aufgehört zu lesen. Und bis zu diesem Zeitpunkt war es eben nicht klar, ob er nun der Mörder ist oder nicht.
Toni ist so festgefahren von der Vorstellung, dass nur Männer Frauen und Kinder schlagen. Sie versteht einfach nicht, dass auch eine Frau ihren Mann / Freund misshandeln kann.
Das war schon mal der erste Punkt, der mich gestört hat.
Der zweite Punkt: Im Buch geht es überwiegend nur um sie selbst. Der Mordfall der Frau rückt ziemlich weit in den Hintergrund und das ist für mich kein Kriminalfall mehr, sondern eher ein Drama mit einem Tötungsdelikt.


Kommen wir zum Cover und zum Schreibstil der Autorin.
Das Cover ist sehr schön. Ich mag das Herbstrot mit den schwarzen Umrandungen sehr gern. Das Cover hat zwar nicht viel mit der Geschichte zu tun, aber ich mag es dennoch.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und unterhaltsam. Dennoch macht es das nervige Verhalten der Protagonistin nicht besser.

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